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Wechselrichter

Wechselrichter – das Gehirn Ihrer Solaranlage

Der Wechselrichter wandelt den Gleichstrom Ihrer Solarmodule in netzkompatiblen Wechselstrom um. Er entscheidet maßgeblich über Wirkungsgrad, Sicherheit und Bedienkomfort der gesamten Anlage. Wir führen String-Wechselrichter für klassische Hausdach-Anlagen, Hybrid-Wechselrichter mit Speicher-Anschluss und Mikrowechselrichter für Balkonkraftwerke.

Hersteller: Sungrow, Huawei, Fronius, SolaX, GoodWe, Hoymiles. Mit dem PV-Amortisationsrechner sehen Sie, wie Wechselrichter-Auswahl die Wirtschaftlichkeit beeinflusst.

Wechselrichter im Detail – Typen, Hersteller, Auswahl

Welcher Wechselrichter-Typ passt zu meiner Anlage?

  • Netz-Wechselrichter (String): Mehrere Module in Reihe (String) speisen einen zentralen Inverter. Effizient und kostengünstig für unverschattete Dächer mit gleichmäßiger Ausrichtung. Wirkungsgrad 97–98 %.
  • Hybrid-Wechselrichter: String-Funktion plus integrierter Speicher-Anschluss (DC-gekoppelt). Effizienter als nachgerüstete AC-Speicher (95–97 % statt 88–92 %), da der Strom nur einmal umgewandelt wird. Notstrom-Funktion meist integriert.
  • Mikrowechselrichter: Ein eigener kleiner Inverter pro Modul (z.B. Hoymiles HMS-800-2T, HMS-1600-4T). Vorteil: Verschattung eines Moduls reduziert nicht den Gesamtertrag. Standard für Balkonkraftwerke und Anlagen mit Teilverschattung.
  • Modul-Optimizer: Tigo TS4 oder Huawei Smart-Modul-Controller – kein vollwertiger WR, sondern MPP-Tracking pro Modul. Ergänzung zum String-WR bei Teilverschattung.

Hersteller im Vergleich

Sungrow: Marktführer mit bestem Preis-Leistungs-Verhältnis. SG-Serie (String, 3–25 kW), SH-Serie (Hybrid, mit DC-Speicheranschluss). Sehr robust, hoher Eigenverbrauchs-Optimierungsgrad. Empfehlung für die meisten Anlagen.

Huawei SUN2000: Premium-Effizienz bis 98,4 %. Smart-Modul-Optimizer integriert (Verschattungsmanagement pro Modul ohne Extra-Hardware). Hybrid-Variante mit LUNA2000-Speicher. Erste Wahl bei komplexer Dach-Geometrie.

Fronius Symo GEN24 Plus: Premium aus Österreich, lange Tradition (seit 1992). Notstrom-Funktion „PV Point" als 230-V-Steckdose direkt am WR. Höherer Preis, exzellenter Service, längere Lieferzeiten.

SolaX X3: Hybrid-Spezialist mit Notstromfunktion. Gute Preis-Leistung. X3 PRO G2 (String, bis 12 kW), X3 Hybrid G4 (Hybrid, 5–15 kW).

GoodWe ET/SDT: Solide Mittelklasse, Hybrid mit Lynx Home Speicher. Etwas weniger Funktionsumfang, dafür günstiger als Sungrow/Huawei.

Hoymiles: Marktführer Mikrowechselrichter. HMS-800W-2T und HMS-1600-4T sind Standards für Balkonkraftwerk und kleine Dachanlagen. WiFi-/Bluetooth-Integration.

Welche Wechselrichter-Leistung brauche ich?

Faustregel: WR-Leistung = 80–100 % der Modul-Peakleistung. Eine 8 kWp Anlage benötigt also einen 6,5–8 kW Wechselrichter. Eine leichte Unterdimensionierung („Oversizing", 110–120 % DC/AC-Verhältnis) ist erlaubt und steigert sogar den Jahresertrag, weil Module ihre Peakleistung nur in Spitzen erreichen. Die kurze Drosselung in Mittagsstunden ist energetisch unbedeutend.

Ein- oder dreiphasig?

Bis 4,6 kW Einspeiseleistung reicht ein einphasiger Wechselrichter (1-Phasen). Größere Anlagen brauchen einen dreiphasigen Wechselrichter (3-Phasen) – Pflicht ab 4,6 kW Einspeiseleistung in Deutschland. Dreiphasig hat Vorteile:

  • Gleichmäßige Belastung des Hausnetzes
  • Bessere Wallbox-/Wärmepumpen-Integration
  • Höhere maximale Einspeiseleistung
  • Saldierung der drei Phasen über Smart-Meter (kein Verlust durch Schieflasten)

Welche Auswahlkriterien sind wichtig?

  • Anzahl MPP-Tracker: 2 sind Standard, 3+ sinnvoll bei Dach mit mehreren Ausrichtungen (Ost/West-Split)
  • Maximale Eingangsspannung: sollte zur Modul-String-Konfiguration passen (typisch 600–1.000 V)
  • Wirkungsgrad: Euro-Wirkungsgrad ≥ 97 %, max. Wirkungsgrad ≥ 98 %
  • Garantie: 5 Jahre Standard, 10 Jahre verlängerbar (gegen Aufpreis)
  • Notstrom-Funktion: Hybrid-WR mit Backup-Box oder integriertem Notstrom-Ausgang
  • Smart-Meter-Integration: Pflicht für Eigenverbrauchsregelung und Einspeisemanagement
  • Datenschnittstelle: WLAN, LAN, RS485 für Monitoring (Sungrow iSolarCloud, Huawei FusionSolar, Fronius SolarWeb)
  • Geräuschpegel: bei Wohnnähe wichtig — passive Kühlung ist leiser als Lüfter

Was kostet ein Wechselrichter 2026?

  • Mikro-WR 800 W (Hoymiles HMS-800-2T): 130–180 €
  • String 3 kW (1-phasig): 700–1.000 €
  • String 5 kW (3-phasig): 1.000–1.400 €
  • Hybrid 5 kW (Sungrow SH5.0RT): 1.200–1.500 €
  • Hybrid 10 kW (Sungrow SH10RT, Huawei SUN2000-10KTL): 1.800–2.500 €
  • Premium Fronius GEN24 Plus 5kW: 1.700–2.000 €

Hybrid-Wechselrichter kosten 200–500 € mehr als reine String-WR – das amortisiert sich aber durch den entfallenden separaten Batterie-Wechselrichter eines AC-Speichersystems.

Wechselrichter-Architekturen 2026 — String, Hybrid, Mikro im Vergleich

Drei Wechselrichter-Architekturen dominieren 2026 den deutschen Markt:

ArchitekturWirkungsgradSpeicher-AnschlussVerschattungs-ToleranzPreis 5 kW
String (klassisch)96–98 %nur AC-Speicherschlecht (weakest link)1.000–1.500 €
String-Hybrid (DC-gekoppelt)97–98,4 %direkt an Wechselrichterschlecht (weakest link)1.500–2.500 €
Mikro (pro Modul)95–97,5 %nur AC-Speichersehr gut (modulgenau)1.500–2.000 € (10× HMS-800)

Marken im Überblick

Welcher Wechselrichter passt zu meiner Anlage?

Faustformel: AC-Leistung des Wechselrichters = 80–100 % der DC-Modulleistung. Über 4,6 kVA → 3-phasig (rechtliche Pflicht in Deutschland). Mehr in unserem Wechselrichter-Dimensionierungs-Ratgeber oder im String vs. Mikro-Wechselrichter Vergleich.

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