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PV-Dach Solarcarports im Test 2026: 14 Modelle im Vergleich

PV-Dach Solarcarports im Test 2026: 14 Modelle im Vergleich

Redaktion Solaranlage-Tipps
6 Min. Lesezeit

Auf einen Blick

  • PV-Dach führt 14 Solarcarport-Modelle von 6.368 Euro bis 99.000 Euro (Stand: Juli 2026).
  • Preis-Einstieg ist das PV-Carport Stahl 6 x 5 m für 6.368 Euro mit 30 m² Grundfläche.
  • Die CPI-Serie kommt ohne Trapezblech aus: Die bifazialen Doppelglasmodule sind selbst das Dach.
  • Für zwei Autos wasserdicht überdacht ist der Carport CPW für 8.221 Euro das beste Preis-Leistungs-Verhältnis.
  • Wichtig: Das hier ist ein Modellvergleich anhand der Herstellerdaten, kein Praxistest mit eigenen Messwerten.
Carport neben einem Einfamilienhaus als Basis für ein Solarcarport
Foto: Get Lost Mike / Pexels

Wer ist PV-Dach und warum lohnt der Blick auf die Serien?

Ein Solarcarport ist ein überdachter Stellplatz, dessen Dachfläche gleichzeitig als Photovoltaikanlage arbeitet. Statt Trapezblech oder Ziegel trägt die Konstruktion Solarmodule, die den Strom für Haushalt, Speicher und Wallbox liefern.

Hinter der Marke steht die pvDach e.K. aus Rottenburg am Neckar, spezialisiert auf rahmenlose Doppelglasmodule und PV-Bauwerke. Neben Carports gibt es PV-Terrassen, Module von GridParity, Solitek, Sonnenkraft/KIOTO, Sonnenstromfabrik, TommaTech und AESolar sowie Wechselrichter von Growatt, Huawei, SolarEdge und Victron. Wer sich das komplette Sortiment ansehen will, findet es im (Anzeige)PV-Dach Shop.

Das Problem beim Kauf: Die Modellnamen CPIL, CPHB, CPHY oder CPPER sagen dir von außen wenig. Genau deshalb sortiert dieser Artikel die 14 Modelle nach Serien und Einsatzzweck. Alle Modelle findest du gebündelt in unserer Kategorie Solarcarport.

Unsere meistgekauften Solarprodukte

Alle Serien im Vergleich (Stand: Juli 2026)

Diese Übersicht bündelt die sieben Baureihen. Preise sind Herstellerangaben und können sich ändern.

SeriePreis abBauartMaterialModultypTypischer Einsatz
Einstieg Stahl 6 x 5 m6.368 Euro2 Stellplätze, 30 m²Stahl pulverbeschichtetStandardmoduleErstes Solarcarport, kleines Budget
CPPER8.104 EuroPergolaStahlPV-DachStellplatz plus Sitzbereich
CPW8.221 Euro10° Neigung, wasserdichtBaustahl S350 verzinktvertikal angeordnetEin bis zwei Autos, trocken parken
CPH-Reihe10.433 EuroH-KonstruktionStahlPV-DachZwei Autos, mehr Fläche
CPI-Reihe14.671 Euroohne Trapezblech, 10°Stahl, Spannweite bis 7,5 mbifaziale DoppelglasmodulePremium, Optik und Ertrag
Industrie-PV-Carport11.190 Eurosemitransparentes DachStahl mit Magnelisbifazial AESolarGewerbe, Parkflächen
CPHall 32 x 17 m99.000 EuroHalle, Firsthöhe 4 mStahltransparente Module, ca. 123 kWpFuhrpark, Landwirtschaft

Innerhalb der CPH-Reihe staffeln sich CPHL (10.433 Euro), CPHB (17.030 Euro), CPHT (17.690 Euro) und CPHY (17.983 Euro). In der Premiumlinie stehen neben dem CPIL die baugleich bepreisten CPIT und CPIY für je 38.592 Euro. Für vier Stellplätze gibt es den CPW mit 6,80 m Tiefe (17.900 Euro) und den Industrie-PV-Carport mit vier Stellplätzen. Als Zubehör gibt es eine LED-Carport-Beleuchtung ab rund 176 Euro in 7 bis 10 m Länge.

Doppelglasmodul als Dach: der entscheidende Bauunterschied

Die meisten Solarcarports am Markt bestehen aus zwei Schichten: erst ein dichtes Trapezblechdach, darauf eine Unterkonstruktion mit aufgeständerten Modulen. Wie das funktioniert, erklären wir im Detail unter Photovoltaik auf Trapezblech und PV-Unterkonstruktion nach Dachtyp.

Die CPI-Serie geht den anderen Weg: Die rahmenlosen bifazialen Doppelglasmodule bilden selbst die Dachhaut, Trapezblech entfällt. Das hat vier Folgen:

  • Ertrag: Bifaziale Module erzeugen auch über die Rückseite Strom. Weil unter einem Carport helles Licht vom Boden reflektiert wird, kommt in der Praxis ein Mehrertrag im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich dazu. Details dazu im Beitrag bifaziale Solarmodule.
  • Lichtdurchlass: Zwischen den Zellen fällt Tageslicht durch. Darunter ist es hell statt höhlenartig dunkel, ein Argument, das auch beim Industrie-PV-Carport mit semitransparentem Dach zieht.
  • Optik: Ohne Blech und ohne Rahmen wirkt das Dach wie eine Glasfläche statt wie eine nachträgliche Aufrüstung.
  • Wartung: Eine Ebene weniger heißt weniger Zwischenraum, in dem sich Laub sammelt. Dafür ist jedes Modul zugleich Dachhaut, ein Defekt betrifft also immer beides.

Warum Glas-Glas hier überhaupt Pflicht ist, liest du in unserem Vergleich Glas-Glas gegen Glas-Folie. Kurz: Doppelglas ist mechanisch stabiler und altert langsamer, was bei einer Dachfunktion über dem Auto zählt. Prüfe die Statik trotzdem, siehe Schneelast und Windlast.

Kaufberatung nach Nutzertyp

Einfamilienhaus, ein Auto

Der CPW für 8.221 Euro ist hier die klarste Empfehlung: verzinkter Baustahl S350, Betonfundament, verschraubt, 10 Grad Neigung und laut Hersteller wasserdicht. Wer nur überdachen will und die niedrigste Rechnung sucht, nimmt das Stahl-Carport 6 x 5 m für 6.368 Euro. Soll neben dem Auto noch ein Sitzplatz entstehen, ist der CPPER (8.104 Euro) in Pergola-Bauform die passende Variante.

Zwei Autos oder Wohnmobil

Ab zwei Fahrzeugen brauchst du Spannweite. Die CPH-Reihe ab CPHL (10.433 Euro) deckt das solide ab, der CPW mit 6,80 m Tiefe bringt für 17.900 Euro gleich vier Stellplätze und vier Modulreihen. Wer ein Wohnmobil unterstellt, achtet auf die Höhe: Standard sind 2,3 m, die CPI-Serie ist bis 4,0 m möglich. Mehr dazu unter Solarcarport für Wohnmobil und Camper.

Anspruch an Optik und Ertrag

Hier führt kein Weg an der CPI-Serie vorbei. Der CPIL startet bei 14.671 Euro, CPIT und CPIY liegen bei 38.592 Euro und bieten 10,3 oder 12 m Tiefe mit drei oder vier Modulreihen. Der Aufpreis gegenüber der CPH-Reihe kauft dir Bifazialität, Lichtdurchlass und Süd-Ausrichtung.

Gewerbe und Fuhrpark

Für Mitarbeiterparkplätze ist der Industrie-PV-Carport ab 11.190 Euro gedacht, mit Magnelis-Beschichtung und bifazialen AESolar-Modulen, wahlweise als Vier-Stellplatz-Version. Wer eine echte Fläche überbauen will, landet beim CPHall 32 x 17 m: 99.000 Euro, 4 m Firsthöhe, rund 123 kWp.

Was dieser Vergleich nicht beantwortet

Ehrlichkeit gehört zu einem Markenvergleich. Zu Produktgarantie, Lieferzeit und Montageumfang liegen uns keine belastbaren Herstellerangaben vor, deshalb stehen dazu hier bewusst keine Zahlen. Kläre das vor dem Kauf direkt an. Genauso wenig sind eigene Ertragsmessungen enthalten. Zur Orientierung: Laut Fraunhofer ISE erreicht eine PV-Anlage in Deutschland je nach Standort und Ausrichtung grob 900 bis 1.100 kWh pro kWp und Jahr. Das Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur führt inzwischen über fünf Millionen Solaranlagen. Rechne deinen Bedarf gern mit unserem Konfigurator durch.

Auch die Nebenkosten fehlen in jedem Listenpreis: Fundament, Anschluss, Wechselrichter, optionaler Stromspeicher und die Wallbox. Ob du überhaupt einen Bauantrag brauchst, klärt PV-Genehmigung 2026, mögliche Zuschüsse findest du unter Solarcarport-Förderung.

Fazit: unsere Kaufempfehlung

Für die meisten Eigenheime ist der CPW für 8.221 Euro die richtige Wahl: wasserdicht, verzinkt, bezahlbar. Wer Wert auf Optik und maximalen Ertrag legt und das Budget hat, greift zum CPIL für 14.671 Euro mit bifazialem Doppelglasdach. Gewerbe startet beim Industrie-Carport ab 11.190 Euro. Unter 6.368 Euro geht bei PV-Dach nichts, und darunter wird es am Markt ohnehin selten seriös. Den Einstieg in das Thema liefert unser Hub Solarcarport 2026, verwandte Bauformen findest du unter Solarterrasse.

Solarcarports im Überblick

Häufige Fragen

Welche PV-Dach-Serie passt zu meinem Bedarf?

Ein Auto und knappes Budget: Stahl 6 x 5 m oder CPW. Zwei Autos: CPH-Reihe oder CPW mit 6,80 m Tiefe. Optik und Maximalertrag: CPI-Serie. Gewerbe: Industrie-PV-Carport. Fuhrpark: CPHall.

Was kostet ein PV-Dach Solarcarport?

Die Modelle reichen von 6.368 Euro für das Stahl-Carport 6 x 5 m bis 99.000 Euro für die Halle mit 32 x 17 m (Stand: Juli 2026). Der typische Bereich für ein Einfamilienhaus liegt zwischen 8.000 und 18.000 Euro, jeweils ohne Fundament, Anschluss und Speicher.

Sind die Carports wasserdicht?

Für den CPW gibt der Hersteller ausdrücklich ein wasserdichtes Dach mit 10 Grad Neigung an. Bei der CPI-Serie bilden die Doppelglasmodule die Dachhaut, das Industrie-Modell hat ein semitransparentes Dach. Lass dir die Ausführung für dein Wunschmodell schriftlich bestätigen.

Was bringt ein bifaziales Carport-Dach mehr?

Bifaziale Module nutzen zusätzlich das von unten reflektierte Licht. Wie viel das bringt, hängt stark vom Untergrund ab: heller Beton liefert deutlich mehr Rückstrahlung als dunkler Asphalt. Realistisch ist ein Zuschlag im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich, keine Verdopplung.

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