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Solar-Förderung Bundesländer 2026: Ranking aller 16 Länder im Vergleich

Solar-Förderung Bundesländer 2026: Ranking aller 16 Länder im Vergleich

Redaktion Solaranlage-Tipps
8 Min. Lesezeit

Auf einen Blick

  • Berlin liegt 2026 vorn: SolarPLUS zahlt mit der neuen kWp-Pauschale bis zu 4.750 Euro (S) bzw. 30.000 Euro (L) - der breiteste echte Zuschuss aller Bundesländer.
  • Hamburg auf Platz 2: IFB-Wärmepumpe bis 70 Prozent, Gründach-PV bis 60 Prozent baulicher Mehrkosten.
  • Sachsen auf Platz 3: Balkonkraftwerk-Pauschale 300 Euro plus Sachsenkredit - allerdings läuft die Balkonkraftwerk-Frist am 30.06.2026 aus.
  • Acht Bundesländer ohne eigenes aktives Programm: Bayern, Brandenburg, Bremen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen. Hier zählen nur Bund und Kommune.
  • Update-Rhythmus: Wir aktualisieren das Ranking monatlich beim Förder-Recheck. Letzter Stand: 17. Juni 2026.

Welches Bundesland zahlt 2026 die beste Solar-Förderung? Wir haben alle aktiven Landesprogramme nach drei harten Kriterien bewertet und gewichtet: Höhe und Form des Zuschusses, Reichweite über Zielgruppen (EFH, MFH, Mieter, Gewerbe) und Verfügbarkeit/Restmittel. Ergebnis ist ein 16-Bundesländer-Ranking, das du als Entscheidungsgrundlage für deine eigene PV-Planung nutzen kannst - oder einfach um zu sehen, ob dein Bundesland überhaupt noch eine eigene Förderung anbietet.

So haben wir bewertet

Damit das Ranking nachvollziehbar bleibt, hier die Methodik. Jedes Bundesland kann maximal 10 Punkte erreichen:

  • Zuschuss-Qualität (0 bis 5 Punkte): Echte Pauschalen und Direktzuschüsse zählen voll. Tilgungszuschüsse und stark vergünstigte Darlehen liegen in der Mitte. Reine Marktzins-Darlehen ohne Vergünstigung bekommen 1 Punkt. Keine eigene Förderung = 0 Punkte.
  • Zielgruppen-Reichweite (0 bis 3 Punkte): Programme, die EFH, MFH und Gewerbe gleichzeitig abdecken, gewinnen. Spezialprogramme für eine Nische bekommen weniger Punkte.
  • Antragsfreundlichkeit und Verfügbarkeit (0 bis 2 Punkte): Offene Programme mit ausreichend Mittelvolumen, klarem Antragsportal und planbarem Stichtag. Auslaufende Programme verlieren Punkte.

Das Ranking basiert auf den am 17. Juni 2026 aktiven Landesprogrammen laut unserer Subsidies-Datenbank. Kommunale Töpfe (München, Hamburg, Frankfurt, Köln, Dresden) sind in diesem Ranking nicht enthalten - sie ergänzen die Landesebene oft erheblich, sind aber nicht systematisch erfasst.

Das Ranking 2026 im Überblick

RangBundeslandScoreWichtigstes Programm 2026
1Berlin10/10SolarPLUS S und L (kWp-Pauschale, bis 30.000 Euro)
2Hamburg8/10IFB Wärmepumpe + Gründach-PV-Zuschuss
3Sachsen7/10SAB-Balkonkraftwerk + SAB-Sachsenkredit
4Hessen6/10WIBank PV-Darlehen mit 1,5 Pp Zinsverbilligung
4Mecklenburg-Vorpommern6/10Solar für alle (500 Euro Balkonkraftwerk-Mieter)
4Nordrhein-Westfalen6/10progres.NRW (Mieterstrom-PV 800 Euro/kWp)
4Saarland6/10SIKB Modernisierung (1,0 % Festzins, bis 75.000 Euro)
8Baden-Württemberg5/10L-Bank Wohnen mit Zukunft Photovoltaik (Darlehen)
9Bayern0/10kein aktives Landesprogramm
9Brandenburg0/10kein aktives Landesprogramm
9Bremen0/10kein aktives Landesprogramm
9Niedersachsen0/10kein aktives Landesprogramm
9Rheinland-Pfalz0/10kein aktives Landesprogramm
9Sachsen-Anhalt0/10kein aktives Landesprogramm
9Schleswig-Holstein0/10kein aktives Landesprogramm
9Thüringen0/10kein aktives Landesprogramm (Fassaden-PV in Planung)

Acht von sechzehn Bundesländern haben 2026 also keine eigene Landesförderung für private PV. Wer dort wohnt, ist auf den Bundes-Stack und kommunale Zuschüsse angewiesen - was in vielen Fällen ausreicht, aber eben kein Landes-Plus liefert.

Unsere meistgekauften Solarprodukte

Photovoltaikanlage auf einem deutschen Wohnhausdach in der Mittagssonne
Foto: Budget Bizar / Pexels

Top 3 im Detail

Platz 1 - Berlin: SolarPLUS S und L (10/10)

Berlin hat sein Förderprogramm Anfang 2026 grundlegend umgebaut und mit einer kWp-Pauschale modernisiert. SolarPLUS S für Eigenheime zahlt 500 Euro (ab 2 kWp) bis 4.750 Euro (ab 19 kWp). SolarPLUS L für Mehrfamilienhäuser, Gewerbeobjekte und öffentliche Bauten geht bis 30.000 Euro pro Vorhaben. Zusätzlich gibt es eine Zählerschrank-Pauschale und einen Denkmal-Bonus. Voraussetzung ist ein Speicher - die Speichergröße zählt aber nicht mehr für die Förderhöhe. Mit Topf-Volumen von 13 Mio. Euro für 2026, klarem digitalen Antrag und breiter Zielgruppe ist Berlin der unangefochtene Spitzenreiter. Details dazu in unserem Erklär-Post SolarPLUS Berlin 2026.

Platz 2 - Hamburg: IFB Wärmepumpe und Gründach-PV (8/10)

Hamburg fördert nicht klassisch die Dach-PV, dafür aber zwei verwandte Säulen mit echten Zuschüssen. Die Hamburger Heizungsförderung bei der IFB unterstützt Wärmepumpen mit bis zu 70 Prozent der Kosten - auch in Kombination mit PV. Das Bio-Solar-Dach-Programm trägt 40 bis 60 Prozent der baulichen Mehrkosten, die durch die Kombination eines Gründachs mit einer PV-Anlage entstehen (bis 50 Euro pro Quadratmeter Modulfläche, max. 100.000 Euro pro Gebäude). Für Mieter mit geringem Einkommen gibt es zusätzlich einen Balkonkraftwerk-Zuschuss bis 500 Euro über die BUKEA. Wer ein Dach saniert und gleichzeitig PV plant, holt sich in Hamburg also einen erheblichen Förderanteil.

Platz 3 - Sachsen: SAB-Balkonkraftwerk und Sachsenkredit (7/10)

Sachsen kombiniert zwei sehr unterschiedliche Bausteine. Der SAB-Balkonkraftwerk-Zuschuss zahlt Mietern pauschal 300 Euro - das Eigentümer-Kontingent ist allerdings bereits ausgeschöpft. Wichtig: Antragsfrist 30.06.2026, danach ist Programmteil B Balkon geschlossen. Wer in Sachsen Mieter ist und noch nicht beantragt hat, sollte das diese Woche tun (mehr dazu: SAB-Frist 30.06.2026). Parallel gibt es den SAB-Sachsenkredit Energie und Speicher - ein Förderdarlehen mit Tilgungszuschuss bis 20 Prozent (Speicher) bzw. 10 Prozent (sonstige), Mindestkreditbetrag aber 35.000 Euro. Für klassische EFH-Anlagen ist die KfW 270 deshalb meist die bessere Wahl.

Mittelfeld - Platz 4 bis 8

Hessen: WIBank PV- und Speicher-Darlehen

Das hessische Programm ist 2026 neu aufgelegt: zinsverbilligtes Darlehen zwischen 10.000 und 50.000 Euro, 1,5 Prozentpunkte Zinsverbilligung aus Landesmitteln, bis 90 Prozent der Kosten finanzierbar, 10 Jahre Laufzeit. Kein Direktzuschuss, aber die Zinsverbilligung spart über die Laufzeit mehrere tausend Euro. Antrag über die Hausbank, Kombination mit Kommunalförderungen (Frankfurt 20 Prozent, Wiesbaden, Darmstadt) möglich.

Mecklenburg-Vorpommern: Solar für alle

Bis 500 Euro Zuschuss für steckerfertige PV-Anlagen, aktuell vor allem für Mieter. Der Topf reicht laut Programm-Mitteilung 2026 für einen längeren Zeitraum, im Gegensatz zu Sachsen ist hier kein harter Stichtag absehbar. Für Eigentümer ist die MV-Förderung dagegen wenig relevant.

Nordrhein-Westfalen: progres.NRW Markteinführung

NRW hat 2022 die private EFH-Speicherförderung beendet und konzentriert sich auf Mieterstrom (800 Euro/kWp), kommunale Projekte und Spezialanlagen wie Agri-PV oder Floating-PV. Für klassische Einfamilienhäuser kein Hebel mehr. Wer in Köln, Bonn oder Düsseldorf wohnt, holt sich aber regelmäßig kommunale Boni - etwa Köln 500 bis 1.300 Euro je nach Anlagengröße.

Saarland: SIKB Modernisierung selbstgenutzter Wohnraum

Kein Direktzuschuss, dafür ein sehr starkes Förderdarlehen: 1,0 Prozent Festzins über die gesamte Laufzeit (bis 30 Jahre), Darlehen bis 75.000 Euro, bis 80 Prozent der Kosten, Mindestinvestition 12.500 Euro. PV und Speicher sind als energetische Modernisierung förderfähig. Wer in einem Stadterneuerungsgebiet wohnt, hat bevorzugten Zugang. Tilgungszuschuss je nach Modernisierungsstufe möglich.

Baden-Württemberg: L-Bank Wohnen mit Zukunft Photovoltaik

Zinsgünstiges Darlehen ohne Tilgungszuschuss, ab 5.000 Euro, Laufzeiten 5 bis 30 Jahre, Zins ab 3,87 Prozent effektiv. Solide, aber kein echtes Plus gegenüber KfW 270 - eher als Ergänzung interessant, wenn die KfW-Vorgaben nicht passen.

Schlusslicht - acht Länder ohne aktives Programm

Bayern, Brandenburg, Bremen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen haben 2026 keine eigene Landesförderung für private PV. Das ist nicht zwingend ein Drama - der Bund liefert mit 0 Prozent Mehrwertsteuer, KfW 270 und EEG-Einspeisevergütung einen starken Basis-Stack. Aber wer dort wohnt, profitiert nicht von einem Landes-Plus.

Zwei Sonderlagen sind zu beachten: Thüringen plant eine Solar-Invest-Neuauflage mit Fokus auf Fassaden-PV - offizielle Konditionen liegen noch nicht vor, sobald sie kommen aktualisieren wir das Ranking (mehr im Beitrag Thüringen Fassaden-PV). Bayern hatte 2022 ein PV-Speicherprogramm, das ausgelaufen ist; Mitnahmeeffekte werden hier vor allem über kommunale Töpfe abgefedert (München, Nürnberg, Würzburg, Augsburg).

Unsere PV-Module

Was der Bund ergänzt

Egal welches Bundesland: Der Bundes-Stack greift in allen 16 Ländern und ist unabhängig vom Wohnort. Diese vier Bausteine solltest du in jedem Fall mitdenken:

  • 0 Prozent Mehrwertsteuer (§ 12 Abs. 3 UStG): Gilt unbefristet für PV-Anlagen plus Speicher auf Privatgebäuden.
  • KfW 270 (Erneuerbare Energien Standard): Zinsgünstiges Darlehen bis 100 Prozent der Investitionskosten, max. 150 Mio. Euro pro Vorhaben.
  • KfW 458 (Heizungsförderung): Zuschuss bis 70 Prozent für Wärmepumpen - oft sinnvoll kombinierbar mit PV-Stack.
  • EEG-Einspeisevergütung: Rund 7,9 ct/kWh für Überschusseinspeisung, 20 Jahre garantiert.

Welche Kombination für deine Anlage konkret die höchste Förderquote ergibt, prüfst du am einfachsten im Förder-Finder mit deiner Postleitzahl und Anlagengröße.

So nutzt du das Ranking

Drei praktische Hinweise:

  • Berlin- und Hamburg-Eigentümer sollten den Antrag zeitlich vor Auftragsvergabe stellen - Bewilligung ist Bedingung.
  • Mieter in Sachsen oder MV mit Balkonkraftwerk-Plänen kommen aktuell sehr günstig weg - aber Sachsen läuft am 30.06.2026 aus.
  • Wer in einem der acht Null-Punkte-Bundesländer wohnt, sollte zuerst die kommunale Ebene prüfen - viele Großstädte zahlen 500 bis 2.000 Euro on top.

Die Tabelle aktualisieren wir bei jedem monatlichen Förder-Recheck. Stand 17. Juni 2026 - der nächste Refresh erfolgt Mitte Juli 2026 nach Ablauf der Sachsen-Frist.

Häufige Fragen

Warum bekommt Bayern 0 Punkte?

Bayern hat 2022 sein PV-Speicherprogramm ausgelaufen lassen und kein Nachfolgeprogramm aufgelegt. 2026 gibt es kein eigenes Landesprogramm für private PV. Die starken bayerischen Großstädte (München, Nürnberg, Würzburg, Augsburg) zahlen aber kommunal teils erhebliche Zuschüsse - das fließt aber nicht in die Landeswertung ein.

Warum ist Hamburg vor Sachsen, obwohl Sachsen Direktzuschüsse zahlt?

Hamburgs IFB-Wärmepumpenförderung deckt bis zu 70 Prozent der Kosten ab - das ist in absoluten Beträgen mehr als die 300 Euro Sachsen-Balkonkraftwerk. Hinzu kommt die Gründach-PV-Förderung. Sachsen verliert zusätzlich Punkte durch die auslaufende Balkonkraftwerk-Frist (30.06.2026) und das bereits ausgeschöpfte Eigentümer-Kontingent.

Wie oft aktualisiert ihr das Ranking?

Monatlich. Beim Förder-Recheck (jeweils Mitte des Monats) prüfen wir alle Landesprogramme gegen die offiziellen Quellen (KfW, BAFA, Landesförderbanken). Bei Programmänderungen, neu aufgelegten Töpfen oder Stichtagen passen wir das Ranking direkt an. Das letzte Update findest du oben am Anfang des Beitrags.

Kann ich Bundes- und Landesförderung kombinieren?

In den meisten Fällen ja, mit zwei Einschränkungen. Erstens: Doppelförderungen für dieselbe Investition sind verboten - du kannst nicht zweimal 100 Prozent der Kosten bezuschussen lassen. Zweitens: Manche Landesprogramme schließen die Kombination mit bestimmten Bundes-Bausteinen explizit aus (selten, steht in der jeweiligen Förderrichtlinie). KfW 270 plus Landesdarlehen plus 0 Prozent MwSt funktioniert bei allen Programmen, die wir oben bewertet haben.

Warum ist Thüringen Schlusslicht, obwohl ein neues Programm kommt?

Das Ranking bewertet den Stand am Stichtag (17. Juni 2026). Die Solar-Invest-Neuauflage ist angekündigt, aber weder beschlossen noch in Kraft. Sobald die Förderrichtlinie veröffentlicht ist und das Antragsportal öffnet, wird Thüringen entsprechend neu bewertet - im aktuellen Status zählt nur, was tatsächlich nutzbar ist.

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