PV-Förderung 2026 in Deutschland: Übersicht je Bundesland
PV-Ersparnis-Kurzrechner
Schätze in Sekunden, was deine Solaranlage jährlich erzeugt und einspart.
Unverbindliche Schätzung auf Basis von Durchschnittswerten. Die tatsächlichen Werte hängen von Standort, Komponenten und Stromtarif ab.
PV-ErtragsrechnerInhaltsverzeichnis
Auf einen Blick
- Letzter Stand: 15. September 2026. Alle Programme wurden gegen offizielle Quellen geprüft.
- Berlin führt mit 10 Punkten, gefolgt von Mecklenburg-Vorpommern mit 8 Punkten und Hamburg mit 7 Punkten.
- Sieben Länder haben ein aktives, privat relevantes Angebot: Berlin, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Baden-Württemberg und Sachsen. Mehrere Angebote sind Darlehen oder nur für enge Zielgruppen relevant.
- NRW fällt aus der Wertung: Die relevanten progres.NRW-PV-Fördergegenstände sind derzeit ausgesetzt.
- Bundesweit bleiben der Nullsteuersatz, KfW 270 und die EEG-Einspeisevergütung.
Update September 2026: Neu im Vergleich ist das Bremer BAB-Darlehen "PV nach Plan". NRW verliert seine Punkte wegen ausgesetzter PV-Fördergegenstände. Die SIKB wird nur noch als eng begrenzte soziale Wohnraumförderung gewertet.
Wie stark fördern die Bundesländer private Photovoltaik im September 2026? Dieses Ranking bewertet nur Programme, die offiziell belegt und aktuell nutzbar sind. Bundesweite Vorteile zählen nicht in die Landeswertung, weil sie in allen 16 Ländern identisch gelten. Kommunale Zuschüsse fließen ebenfalls nicht in den Score ein.
So wird das Bundesländer-Ranking berechnet
Maximal sind zehn Punkte möglich. Für die Zuschuss-Qualität gibt es null bis fünf Punkte: Fünf Punkte stehen für echte Pauschalen, zwei bis drei für stark vergünstigte Darlehen oder Tilgungszuschüsse, ein Punkt für ein reines Förderdarlehen nahe am Markt und null Punkte für kein nutzbares Programm. Die Zielgruppen-Reichweite bringt null bis drei Punkte. Die Verfügbarkeit wird mit null bis zwei Punkten bewertet.
| Rang | Bundesland | Programm | Qualität | Reichweite | Verfügbarkeit | Score |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Berlin | SolarPLUS S und L | 5 | 3 | 2 | 10 |
| 2 | Mecklenburg-Vorpommern | Solar für alle, nur Mieter | 5 | 1 | 2 | 8 |
| 3 | Hamburg | Gründach und erneuerbare Wärme | 3 | 2 | 2 | 7 |
| 4 | Hessen | WIBank PV-Darlehen | 3 | 1 | 2 | 6 |
| 5 | Sachsen | SAB-Sachsenkredit ab 35.000 EUR und über 30 kWp | 3 | 1 | 2 | 6 |
| 6 | Bremen | BAB PV nach Plan | 1 | 2 | 2 | 5 |
| 7 | Baden-Württemberg | L-Bank Wohnen mit Zukunft: Photovoltaik | 1 | 1 | 2 | 4 |
| 9 | Bayern | Kein aktives Landesprogramm | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 9 | Brandenburg | Kein aktives Landesprogramm | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 9 | Niedersachsen | Kein aktives Landesprogramm | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 9 | Nordrhein-Westfalen | Relevante progres.NRW-PV-Bausteine ausgesetzt | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 9 | Rheinland-Pfalz | Kein aktives Landesprogramm | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 9 | Saarland | Keine allgemein belegte private PV-Landesförderung | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 9 | Sachsen-Anhalt | Kein aktives Landesprogramm | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 9 | Schleswig-Holstein | Kein aktives Landesprogramm | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 9 | Thüringen | Keine veröffentlichte Solar-Invest-Neuauflage | 0 | 0 | 0 | 0 |
Die Top 3 im Detail
1. Berlin: SolarPLUS erreicht 10 Punkte
Berlin bietet mit SolarPLUS S und L das breiteste Landesangebot. Für Eigenheime reichen die Pauschalen für PV mit Speicher von 500 bis 4.750 EUR. Hinzu kommen 750 EUR für den Zählerschrank und bis zu 5.700 EUR für denkmalgerechte Anlagen. Mehrfamilienhäuser und Gewerbe werden ebenfalls adressiert. Neue Steckersolar-Anträge sind allerdings nicht möglich.
2. Mecklenburg-Vorpommern: hoher Zuschuss, enge Zielgruppe
Das Programm Solar für alle zahlt Mietern bis zu 500 EUR für ein Balkonkraftwerk. Die Zuschussqualität ist hoch, die Reichweite aber klein: Das Eigentümer-Kontingent ist vollständig ausgeschöpft. Weil für Mieter weiterhin ausreichend Mittel gemeldet werden, erhält Mecklenburg-Vorpommern zwei Verfügbarkeitspunkte.
3. Hamburg: stark bei Gründach und Wärme
Hamburg bezuschusst nicht die normalen PV-Module. Stark ist das Land bei Solar-Gründächern und erneuerbarer Wärme. Private Selbstnutzer und WEG erhalten für Gründächer bis zu 60 Prozent. Solar-Unterkonstruktionen werden mit 40 Prozent und maximal 50 EUR je Quadratmeter gefördert. Das ist attraktiv, bleibt aber an spezielle Vorhaben gebunden.
Das Mittelfeld: Finanzierung statt Direktzuschuss
Hessen und Sachsen: 6 Punkte
Hessen bietet über die WIBank ein Darlehen von 10.000 bis 50.000 EUR. Nach dem Landeszuschuss liegt der Nominalzins bei 3,02 Prozent, Stand 1. September 2026. Sachsen punktet mit einem Tilgungszuschuss im Sachsenkredit, doch der Mindestkredit von 35.000 EUR und die PV-Untergrenze von mehr als 30 kWp schließen typische Einfamilienhäuser meist aus.
Bremen: 5 Punkte
Bremen bietet mit "PV nach Plan" ein Darlehen bis 50.000 EUR für selbstgenutzte und vermietete Wohngebäude. Es deckt PV, Speicher und Randarbeiten ab, ist aber kein Zuschuss. Die saarländische SIKB-Finanzierung zu 1,0 Prozent Nominalzins gehört dagegen zur sozialen Wohnraumförderung. Weil PV nicht als allgemein förderfähige Einzelmaßnahme belegt ist, erhält das Saarland keine Punkte.
Baden-Württemberg: 4 Punkte
Die L-Bank finanziert PV und Speicher bis 30 kWp an Gebäuden mit bis zu drei Wohneinheiten. Der effektive Jahreszins beginnt bei 3,83 Prozent für fünf Jahre Laufzeit, Stand 15. September 2026. Das Programm ist offen, liegt aber nahe am Kapitalmarkt und erreicht deshalb nur einen Qualitätspunkt.
Neun Länder ohne Punkte
Bayern, Brandenburg, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen haben derzeit kein allgemein belegtes, privat relevantes PV-Landesprogramm. Nordrhein-Westfalen fällt neu in diese Gruppe, weil die relevanten progres.NRW-PV-Fördergegenstände ausgesetzt wurden. Kommunale Programme können trotzdem erheblich sein, etwa in Frankfurt, Köln, Hannover oder Leipzig.
Der Bundes-Stack gilt überall
- 0 Prozent Umsatzsteuer: Lieferung und Installation von PV, wesentlichen Komponenten und Speicher bleiben begünstigt.
- KfW 270: Der Förderkredit finanziert bis zu 100 Prozent der Investition. Für PV-Dachanlagen beginnt der effektive Jahreszins bei 4,43 Prozent in der günstigsten Preisklasse und bei fünf Jahren Laufzeit, Stand 15. September 2026.
- EEG-Einspeisevergütung: Der bei Inbetriebnahme geltende Satz wird für 20 Jahre zuzüglich Inbetriebnahmejahr festgeschrieben.
Prüfe zusätzlich die kommunale Ebene mit dem Förder-Finder. Ein Programm sollte immer vor Auftrag oder Kauf geprüft werden, weil die Regeln zum Vorhabenbeginn unterschiedlich sind.
Häufige Fragen
Welches Bundesland fördert Photovoltaik 2026 am stärksten?
Berlin führt im September 2026 mit 10 von 10 Punkten. SolarPLUS kombiniert echte Pauschalen mit einer breiten Zielgruppe und einem offenen Antragsweg.
Warum hat Mecklenburg-Vorpommern nur 8 Punkte?
Der Zuschuss von bis zu 500 EUR ist stark, gilt aber nur noch für Mieter. Eigentümer können keine neuen Anträge stellen.
Warum bekommt NRW 0 Punkte?
Die für Photovoltaik relevanten progres.NRW-Fördergegenstände Hauselektrik für Mieterstrom und Fassaden-PV sind derzeit ausgesetzt. Kommunale Programme in NRW bleiben davon unberührt.
Kann ich Bundes- und Landesförderung kombinieren?
Häufig ja, sofern die Programme die Kombination zulassen und dieselben Kosten nicht doppelt gefördert werden. Maßgeblich sind die jeweiligen Richtlinien und der Stand am Antragstag.
Wie oft wird das Ranking aktualisiert?
Das Ranking wird monatlich gegen offizielle Quellen geprüft. Der aktuelle Stand ist der 15. September 2026.






