Solaranlage in deiner Stadt 2026: regionale Förderung, Preise und Anbieter
PV-Ersparnis-Kurzrechner
Schätze in Sekunden, was deine Solaranlage jährlich erzeugt und einspart.
Unverbindliche Schätzung auf Basis von Durchschnittswerten. Die tatsächlichen Werte hängen von Standort, Komponenten und Stromtarif ab.
PV-ErtragsrechnerInhaltsverzeichnis
Auf einen Blick
- Die meisten der 19 hier verglichenen Städte haben 2026 kein eigenes kommunales PV-Förderprogramm. Der Bund ist der eigentliche Hebel: 0 % Mehrwertsteuer, EEG-Einspeisevergütung und der KfW-Kredit 270.
- Echte Stadt-Zuschüsse gibt es vor allem in NRW und Hessen: Köln, Düsseldorf, Bonn und Frankfurt fördern direkt. In Bonn ist der Topf 2026 bereits ausgeschöpft.
- Hannover ist ein Sonderfall: Dort läuft die Förderung über den proKlima-Fonds des Versorgers enercity, nicht über die Stadtkasse.
- Die Anlagenpreise unterscheiden sich zwischen München und Dortmund kaum. Preisunterschiede kommen aus Stundensatz, Dachtyp und Gerüst, nicht aus der Postleitzahl.
- Regel Nummer eins: Antrag immer vor der Auftragsvergabe stellen. Wer erst unterschreibt, verliert den Anspruch komplett.
Du suchst "Solaranlage" plus deinen Stadtnamen. Was du wirklich wissen willst
Der typische Fall sieht so aus: Du wohnst im Reihenhaus in Essen, in einem Altbau in Leipzig oder im Einfamilienhaus in Marktheidenfeld. Du hast die Stromrechnung vor dir, denkst über Photovoltaik nach und tippst deinen Stadtnamen in die Suche. Dahinter stecken eigentlich nur zwei Fragen: Gibt es bei mir vor Ort Geld dazu? Und: Zahle ich hier mehr oder weniger als anderswo?
Die kurze Antwort vorweg. Beim Geld entscheidet nicht deine Stadt, sondern in den allermeisten Fällen der Bund. Beim Preis entscheidet dein Dach, nicht dein Wohnort. Trotzdem lohnt der lokale Blick, denn in einer Handvoll Städte liegen vierstellige Zuschüsse auf dem Tisch, die deine Amortisationszeit um zwei bis drei Jahre verkürzen. Wenn du zuerst wissen willst, wie viele Module überhaupt auf dein Dach passen, starte mit unserer kWp-Rechnung nach Dachfläche und danach mit dem Anlagen-Wizard.
19 Städte im Förder-Überblick (Stand 2026)
Die Tabelle zeigt, ob deine Stadt 2026 ein eigenes Programm hat und was greift, wenn nicht. Kommunale Töpfe sind fast immer budgetiert. Prüfe den Status vor dem Antrag noch einmal direkt bei der Stadt.
| Stadt | Bundesland | Kommunales Programm 2026 | Was stattdessen greift |
|---|---|---|---|
| Stuttgart | Baden-Württemberg | Solaroffensive der Stadt, budgetiert | zusätzlich Land BW und Bund |
| Wertheim | Baden-Württemberg | kein eigenes Programm bekannt | Landesförderung BW, Bund |
| München | Bayern | keins mehr, das städtische FKG nimmt seit Ende 2024 keine neuen PV-Anträge an | nur Bund |
| Nürnberg | Bayern | kein städtischer Zuschuss, Versorgerbonus möglich | Bund, Bonus beim eigenen Versorger erfragen |
| Würzburg | Bayern | kein eigenes Programm bekannt | nur Bund |
| Aschaffenburg | Bayern | kein eigenes Programm bekannt | nur Bund |
| Miltenberg | Bayern | kein eigenes Programm bekannt | nur Bund |
| Marktheidenfeld | Bayern | kein eigenes Programm bekannt | nur Bund |
| Frankfurt | Hessen | Klimabonus, PV mit 20 % der Kosten, Balkonkraftwerk 50 % | zusätzlich Bund, Darlehen der WIBank |
| Hannover | Niedersachsen | proKlima-Fonds über enercity, Beratungs- und Speicherbonus | NBank-Speicherprogramm, Bund |
| Köln | NRW | Photovoltaik, klimafreundliches Wohnen, Zuschuss bis 10.000 Euro je Gebäude | zusätzlich progres.nrw, Bund |
| Düsseldorf | NRW | Klimafreundliches Wohnen und Arbeiten, 150 Euro je kWp, Speicher 200 Euro je kWh | zusätzlich progres.nrw, Bund |
| Dortmund | NRW | kein eigener Dach-PV-Zuschuss bekannt | progres.nrw, Bund |
| Essen | NRW | kein eigenes Programm bekannt | progres.nrw, Bund |
| Bonn | NRW | Solares Bonn, bis 300 Euro je kWp, Topf 2026 ausgeschöpft | progres.nrw, Bund |
| Aachen | NRW | Öcher Solar Offensive, nur Mehrfamilienhäuser und KMU | progres.nrw, Bund |
| Dresden | Sachsen | kein eigenes Programm | SAB-Programme, Bund |
| Leipzig | Sachsen | keins, Stecker-Solar-Zuschuss Ende 2025 ausgelaufen | SAB-Programme, Bund |
Die Details je Bundesland stehen in unseren Landesartikeln: Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Sachsen. Für Hessen und Frankfurt führt der schnellste Weg über unseren Förderradar 2026.
Die drei Förderebenen und was sie 2026 wirklich bringen
Ebene 1: Bund, der Hebel für alle 19 Städte
Der Nullsteuersatz auf Photovoltaik spart dir 19 Prozent auf die komplette Anlage inklusive Speicher und Montage, ohne Antrag und ohne Frist. Dazu kommt die EEG-Einspeisevergütung von rund 8 Cent je kWh für Überschusseinspeisung bis 10 kWp sowie der zinsgünstige KfW-Kredit 270. In München, Würzburg oder Dresden ist das die gesamte Förderung, und sie ist trotzdem der größte Posten.
Ebene 2: Land, sehr unterschiedlich
NRW fördert über progres.nrw vor allem Speicher und Sonderformen wie Fassaden- oder Carport-PV. Niedersachsen unterstützt Speicher über die NBank, Sachsen über die SAB. Bayern hat für private Dachanlagen kein aktives Landesprogramm mehr, Hessen setzt statt Zuschuss auf zinsgünstige Darlehen der WIBank.
Ebene 3: Kommune, die Ausnahme statt die Regel
Nur sechs der 19 Städte fördern überhaupt selbst, und zwei davon eingeschränkt: Bonn hat den Topf für 2026 leer, Aachen zahlt nur an Mehrfamilienhäuser und Unternehmen. Rechne eine Anlage deshalb nie so, dass sie erst mit dem Stadt-Zuschuss aufgeht. Der Zuschuss ist die Kür, nicht die Grundlage.
Alle 16 Bundesländer: wo die Landesförderung wirklich liegt
Deine Stadt ist selten die entscheidende Ebene. In den allermeisten Fällen kommt das Geld vom Land oder vom Bund. Deshalb hier der vollständige Überblick: für jedes Bundesland die Seite mit den aktuellen Programmen, Fristen und Antragswegen.
| Bundesland | Worauf es dort ankommt |
|---|---|
| Baden-Württemberg | Netze BW und L-Bank, dazu einige Kommunalprogramme |
| Bayern | kein eigenes Landesprogramm mehr, Kommunen und KfW tragen |
| Berlin | SolarPLUS mit kWp-Pauschale und EnergiespeicherPLUS |
| Brandenburg | ILB-Programme, dazu kommunale Zuschüsse |
| Bremen | Landesprogramme plus Bundesförderung |
| Hamburg | Hamburger Solarförderung, gekoppelt an die Solarpflicht |
| Hessen | kein flächendeckendes Landesprogramm, WIBank-Darlehen als Weg |
| Mecklenburg-Vorpommern | Landeszuschüsse mit begrenztem Budget |
| Niedersachsen | NBank, Schwerpunkt auf Speicherförderung |
| Nordrhein-Westfalen | progres.NRW, das umfangreichste Landesprogramm |
| Rheinland-Pfalz | Solar-Speicher-Programm des Landes |
| Saarland | SIKB-Darlehen als Alternative zum KfW-Kredit 270 |
| Sachsen | SAB-Programme, Fristen beachten |
| Sachsen-Anhalt | kein eigenes PV-Landesprogramm bekannt, Bund greift |
| Schleswig-Holstein | Landesprogramm plus kommunale Töpfe |
| Thüringen | ThEGA und Solar Invest, Neuauflage beachten |
Wenn dein Bundesland kein eigenes PV-Programm mehr hat, ist das kein Beinbruch. Der Nullsteuersatz auf Anschaffung und Montage sowie die Einspeisevergütung nach EEG gelten bundesweit und sind zusammen meist mehr wert als ein kommunaler Zuschuss. Den Gesamtüberblick über Zuschüsse und Kredite findest du im Förderradar 2026.
Warum die Preise regional kaum schwanken
Module, Wechselrichter und Speicher kommen aus demselben europäischen Großhandel, egal ob die Anlage in Miltenberg oder in Essen landet. Eine 10-kWp-Komplettanlage mit Speicher liegt 2026 bundesweit ungefähr im gleichen Korridor, siehe unseren Kostenvergleich für Komplettanlagen mit Speicher. Preisunterschiede entstehen an drei anderen Stellen:
- Handwerkerstundensatz: In Ballungsräumen wie München, Stuttgart oder Frankfurt liegen die Montagekosten spürbar über denen im ländlichen Unterfranken.
- Dachtyp: Ziegel ist Standard. Schiefer, Bitumen, Trapezblech oder eine Indach-Lösung im Denkmalschutzquartier kosten Aufschlag.
- Gerüst und Zugang: Enge Altbaustraßen in Köln oder der Leipziger Südvorstadt bedeuten Halteverbotszone, längere Wege und mehr Gerüstmeter.
Der Ertrag unterscheidet sich übrigens weniger als gedacht. Zwischen dem sonnigsten und dem trübsten Standort dieser Liste liegen grob 10 bis 15 Prozent Jahresertrag. Ein sauber ausgerichtetes Dach in Dortmund schlägt ein verschattetes Süddach in München.
So prüfst du lokale Anbieter, ohne auf Werbeversprechen hereinzufallen
- Meisterbetrieb prüfen: Elektroinstallation gehört in die Handwerksrolle. Lass dir den Eintrag zeigen, gerade bei sehr günstigen Angeboten.
- Referenzen aus deiner Region: Drei fertige Anlagen im Umkreis von 30 Kilometern, idealerweise mit vergleichbarem Dachtyp.
- Mindestens drei Angebote vergleichen: Achte auf gleiche Modulleistung, gleiche Speichergröße und darauf, ob Gerüst, Zählerschrank und Anmeldung enthalten sind. Unsere Komplettanlagen und Stromspeicher geben dir die Preisbasis für den Vergleich.
- Netzanmeldung klären: Wer meldet beim Netzbetreiber und im Marktstammdatenregister an? Ein guter Betrieb übernimmt beides schriftlich.
- Termin und Zahlungsplan: Keine Vollvorkasse. Üblich sind Anzahlung, Rate bei Lieferung, Rest nach Inbetriebnahme.
Wann sich der lokale Förder-Aufwand lohnt und wann nicht
Lohnt sich: Du wohnst in Köln, Düsseldorf oder Frankfurt. Dort liegen vierstellige Beträge auf dem Tisch, die den Papierkram klar rechtfertigen. Auch in Hannover lohnt der Antrag, weil der proKlima-Bonus mit dem NBank-Speicherprogramm kombinierbar ist.
Lohnt sich nicht: Du wohnst in einer der Städte ohne eigenes Programm und wartest auf eine Neuauflage. Jedes Wartejahr kostet dich einen kompletten Jahresertrag, in der Regel 1.200 bis 1.800 Euro Stromwert bei einer 10-kWp-Anlage. Das holt kein kommunaler Zuschuss wieder rein.
Unsere Empfehlung: Plane die Anlage rein mit Bundesförderung durch. Rechnet sie sich so, kaufst du. Prüfe parallel in einem einzigen Arbeitsgang, ob deine Stadt zahlt, und stelle den Antrag vor der Unterschrift. So bleibt der lokale Zuschuss ein Bonus und wird nie zum Risiko in deiner Kalkulation.
Häufige Fragen
Ist eine Solaranlage in München teurer als in Leipzig?
Für Material praktisch nicht. Unterschiede entstehen über die Montagekosten, und die liegen in Ballungsräumen wie München höher. Rechne mit wenigen Prozent Aufschlag, nicht mit einer anderen Preisklasse.
Welche der 19 Städte fördert 2026 am stärksten?
Nach aktuellem Stand Köln mit bis zu 10.000 Euro je Wohngebäude, gefolgt von Düsseldorf und Frankfurt. Bonn hätte die höchsten Sätze, der Topf für 2026 ist aber ausgeschöpft.
Gibt es in Bayern noch eine Landesförderung für Dach-Photovoltaik?
Für private Aufdachanlagen läuft 2026 kein aktives Landesprogramm. In München, Nürnberg, Würzburg, Aschaffenburg, Miltenberg und Marktheidenfeld bleibt damit die Bundesebene aus Nullsteuersatz, EEG-Vergütung und KfW-Kredit.
Kann ich den Förderantrag nach der Bestellung nachreichen?
Nein. Bei fast allen kommunalen und Landesprogrammen gilt: Antrag vor Auftragsvergabe. Wer den Installationsvertrag vorher unterschreibt, verliert den Anspruch vollständig.
Mein Ort steht nicht in der Tabelle. Was gilt für mich?
Dann gilt mit hoher Wahrscheinlichkeit die Kombination aus Bundesförderung und Landesprogramm. Den kompletten Überblick nach Bundesland findest du im Förderradar 2026.





