Menü
SolaX Power im Test 2026: X1/X3 Hybrid G4 + Triple Power Speicher

SolaX Power im Test 2026: X1/X3 Hybrid G4 + Triple Power Speicher

Redaktion Solaranlage-Tipps
6 Min. Lesezeit

SolaX Power im Test 2026: X1/X3 Hybrid G4 plus Triple Power Speicher als System

Auf einen Blick

  • System statt Einzelteil: SolaX kombiniert Hybrid-Wechselrichter (X1 einphasig, X3 dreiphasig) mit dem modularen LFP-Speicher Triple Power T-BAT-H zu einer aufeinander abgestimmten Einheit.
  • Viel PV-Reserve: X1 erlaubt 150 % MPPT-Überdimensionierung, X3 bis zu 200 % – ideal für große oder Ost-West-Dächer.
  • Notstrom inklusive: Beide Hybrid-Modelle haben eine integrierte EPS-Funktion ab Werk, kein teurer Nachrüstkasten nötig.
  • Speicher wächst mit: T-BAT-H skaliert von 2,5 kWh bis 92,1 kWh, mit 90 % Entladetiefe und 10 Jahren Garantie auf die Batterie.
  • Einordnung: solides bis gehobenes Mittelklasse-System mit breitem Installateur-Netzwerk. Unser Richtwert: 4,2 von 5.
Stromspeicher für Photovoltaikanlagen im Hauswirtschaftsraum
Foto: Borys Zaitsev / Pexels

Wer ist SolaX Power?

SolaX Power ist ein chinesischer Hersteller mit Hauptsitz in Hangzhou und gehört seit Jahren zu den etablierten globalen Marken für Heim-Hybridsysteme und Speicher. Während viele Anbieter Wechselrichter und Batterie getrennt verkaufen, denkt SolaX beides als zusammengehöriges System: Der Hybrid-Wechselrichter der G4-Reihe und der Triple-Power-Speicher sind aufeinander abgestimmt und kommunizieren direkt miteinander. Für dich heißt das weniger Schnittstellen-Bastelei und eine klare Verantwortlichkeit, wenn doch einmal etwas hakt.

Dieser Systemgedanke macht SolaX für Eigenheim-Besitzer interessant, die ihren Strom nicht nur erzeugen, sondern auch speichern und im Stromausfall nutzen wollen. Ob ein Hybrid-Gerät überhaupt der richtige Weg ist, klärt unser Ratgeber zu Hybrid-Wechselrichtern; bei der Bauart-Wahl hilft die Kaufberatung Hybrid vs. String vs. Micro.

X1 und X3 Hybrid G4: die Wechselrichter im Detail

Das Herz des Systems ist der Hybrid-Wechselrichter. SolaX bietet ihn in zwei Linien an: den einphasigen X1 Hybrid G4 für kleinere bis mittlere Anlagen und den dreiphasigen X3 Hybrid G4 für größere Dächer und Haushalte mit höherer Last.

Der X1 Hybrid G4 deckt mit Nennleistungen von rund 3,0, 5,0, 6,0 und 7,5 kW die typischen Einfamilienhaus-Anlagen ab. Sein größter Trumpf ist die 150 % MPPT-Überdimensionierung: Du darfst spürbar mehr Modulleistung anschließen, als der Wechselrichter nominell ausgibt. Das ist kein Selbstzweck, sondern bares Geld – gerade auf verschatteten Dächern füllst du so die Ertragsstunden am Morgen und Abend besser aus. Warum das funktioniert, erklärt unser Beitrag zur MPPT-Technik verständlich erklärt.

Der X3 Hybrid G4 arbeitet dreiphasig (380/400/415 V, 50/60 Hz) und ist für größere Felder ausgelegt – etwa das Modell X3-Hybrid-10.0. Hier erlaubt SolaX sogar bis zu 200 % PV-Überdimensionierung. Beide Linien sind nach IP65 geschützt und damit für die Außenmontage geeignet, und beide bringen die EPS-Notstromfunktion bereits ab Werk mit. Beim Wirkungsgrad bewegt sich SolaX auf einem hohen Niveau im Marktstandard; die genaue Zahl solltest du immer dem aktuellen Datenblatt deines Modells entnehmen. Gleiches gilt für die Wechselrichter-Garantie: Es greift die Standard-Herstellergarantie, die sich je nach Modell und Registrierung verlängern lässt – im Datenblatt prüfen.

X1 oder X3? Der direkte Vergleich

Die Wahl zwischen ein- und dreiphasig hängt vor allem von deiner Anlagengröße und deinem Hausanschluss ab. Diese Tabelle fasst die zentralen Unterschiede zusammen (Stand 2026):

MerkmalX1 Hybrid G4X3 Hybrid G4
Phaseneinphasigdreiphasig (380/400/415 V)
Typische Nennleistungca. 3,0 / 5,0 / 6,0 / 7,5 kWz. B. X3-Hybrid-10.0
PV-Überdimensionierungbis 150 % (MPPT)bis 200 %
Notstrom (EPS)integriertintegriert
SchutzartIP65IP65
Empfohlen fürkleine bis mittlere EFH-Anlagengroße Dächer, hohe Hauslast

Als Faustregel gilt: Bis etwa 7 kWp und ohne dreiphasige Großverbraucher reicht der X1 meist aus. Sobald Wärmepumpe, Wallbox oder eine große Modulfläche ins Spiel kommen, ist der X3 die zukunftssicherere Wahl. Wenn du dir bei der grundsätzlichen Auslegung unsicher bist, lohnt ein Blick in unseren Wechselrichter-Kaufratgeber 2026.

Unsere meistgekauften Solarprodukte

Triple Power T-BAT-H: der modulare LFP-Speicher

Der zweite Baustein ist der Speicher. SolaX setzt beim Triple Power T-BAT-H konsequent auf LFP-Zellen (LiFePO4) – die Chemie, die heute als Standard für Heimspeicher gilt, weil sie langlebig und thermisch besonders gutmütig ist. Warum LFP gegenüber NMC und Blei punktet, liest du im Überblick zu den Solarspeicher-Arten 2026.

Das System ist modular aufgebaut und skaliert von 2,5 kWh bis zu 92,1 kWh – das deckt vom kompakten Einfamilienhaus bis zum kleinen Gewerbe alles ab. Typische Hausmodelle sind die T-BAT H6.0 mit 6,1 kWh und die T-BAT H12.0 mit 12,3 kWh, einzelne Module beginnen bei 3,0 kWh. Die Entladetiefe (DoD) liegt bei 90 %, du kannst also einen großen Teil der nominellen Kapazität tatsächlich nutzen. Auf die Batterie gibt SolaX 10 Jahre Garantie.

Wie groß dein Speicher sein sollte, hängt von Verbrauch und Anlagengröße ab – überdimensionieren kostet nur Geld. Die Herleitung liefert unser Beitrag Solarspeicher richtig dimensionieren, für die Kaufentscheidung der Solarspeicher-Kaufratgeber 2026.

T-BAT-Größen im Überblick

ModellKapazitätEinsatz
Einzelmodulab 3,0 kWhkleinster Baustein
T-BAT H6.06,1 kWhkleines bis mittleres EFH
T-BAT H12.012,3 kWhgrößeres EFH, hoher Eigenverbrauch
Maximalausbaubis 92,1 kWhMehrfamilienhaus / Gewerbe

Notstrom mit EPS: was die Funktion wirklich kann

Die integrierte EPS-Funktion ist eines der stärksten Verkaufsargumente von SolaX. Fällt das öffentliche Netz aus, schaltet das System um und versorgt ausgewählte Verbraucher weiter aus Speicher und PV. Wichtig: EPS ist eine Ersatzstromfunktion mit kurzer Umschaltpause, keine unterbrechungsfreie Versorgung für empfindliche Server. Was im Stromausfall realistisch geht und was nicht, haben wir im Detail im Beitrag Notstrom mit PV-Speicher aufgeschrieben.

Für die meisten Haushalte reicht EPS aber genau aus: Kühlschrank, Licht, Router und einzelne Steckdosen bleiben am Leben. Dass die Funktion ohne Zusatzgerät direkt im Wechselrichter sitzt, spart Hardware und Installationsaufwand.

Wann sich SolaX lohnt – und wann nicht

SolaX lohnt sich, wenn du ein abgestimmtes System aus einer Hand willst, ohnehin einen Speicher planst und Wert auf Notstrom legst. Die hohe PV-Überdimensionierung macht das System besonders attraktiv für große, verschattete oder Ost-West-ausgerichtete Dächer, bei denen klassische Wechselrichter Ertrag liegen lassen. Auch das breite Installateur-Netzwerk ist ein praktischer Pluspunkt: Du findest leichter einen Fachbetrieb, der die Marke kennt.

Weniger sinnvoll ist SolaX, wenn du nur einen reinen String-Wechselrichter ohne Speicherambitionen suchst – dann zahlst du für Hybrid-Funktionen, die du nicht nutzt. In dem Fall lohnt der Blick auf reine Geräte im Wechselrichter-Sortiment. Wer ausschließlich einen Speicher nachrüsten möchte, schaut besser direkt in die Stromspeicher-Kategorie.

Wechselrichter kaufen

SolaX im Wettbewerb: Einordnung gegen Sungrow, GoodWe und Fronius

SolaX spielt in derselben Liga wie andere bekannte Hybrid-Anbieter und punktet im Vergleich mit der hohen PV-Überdimensionierung und dem konsequenten Systemansatz. Wer Alternativen abwägen will, findet bei uns Einzeltests: den Sungrow-Test zur SG/SH-Reihe, den GoodWe-Vergleich mit acht Modellen und den Fronius-Vergleich 2026. So bekommst du ein realistisches Bild, wo SolaX preislich und funktional steht.

Unser Fazit und die Kauf-Empfehlung

SolaX Power liefert ein solides bis gehobenes Mittelklasse-System, das seinen größten Mehrwert im Zusammenspiel ausspielt: Hybrid-Wechselrichter mit viel PV-Reserve, integrierter Notstromfunktion und ein modularer LFP-Speicher, der mit deinem Bedarf wächst und 10 Jahre Garantie auf die Batterie mitbringt. Für Eigenheim-Besitzer, die eine Anlage mit Speicher und Ersatzstrom planen, ist das ein rundes Paket ohne Bastelei. Unsere klare Empfehlung: Wenn du Speicher und Notstrom ohnehin willst und ein abgestimmtes System bevorzugst, gehört SolaX auf die engere Auswahlliste – besonders bei großen oder schwierig ausgerichteten Dächern. Wer dagegen nur einen schlichten String-Wechselrichter ohne Speicher braucht, ist mit einem spezialisierten Gerät günstiger bedient.

Häufige Fragen

Ist SolaX Power eine gute Marke?

SolaX ist ein etablierter globaler Hersteller mit breitem Installateur-Netzwerk. Das Hybrid-System aus X1/X3-Wechselrichter und Triple-Power-Speicher zählt zur soliden bis gehobenen Mittelklasse, attraktiv durch integrierte Notstromfunktion und hohe PV-Überdimensionierung.

Was bedeutet 150 % bzw. 200 % PV-Überdimensionierung bei SolaX?

Du darfst mehr Modulleistung anschließen, als der Wechselrichter nominell ausgibt: beim X1 bis 150 %, beim X3 bis 200 %. Das verbessert vor allem auf Ost-West-Dächern die Ausbeute morgens und abends.

Wie groß kann der Triple Power Speicher werden?

Der Triple Power T-BAT-H ist modular und skaliert von 2,5 kWh bis 92,1 kWh. Typische Hausmodelle sind die T-BAT H6.0 mit 6,1 kWh und die T-BAT H12.0 mit 12,3 kWh. Einzelmodule beginnen bei 3,0 kWh.

Wie lange gibt SolaX Garantie auf den Speicher?

Auf die Triple-Power-Batterie gibt SolaX 10 Jahre Garantie. Für den Wechselrichter gilt die Standard-Herstellergarantie, die sich je nach Modell und Registrierung verlängern lässt – das genaue Datenblatt gibt darüber Auskunft.

Das könnte dich auch interessieren

Vergleich (0)