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BitForge Nano Test 2026: erster Dual-Chip Solo Miner im Check

Foto: Leeloo The First / Pexels

BitForge Nano Test 2026: erster Dual-Chip Solo Miner im Check

Redaktion Solaranlage-Tipps
6 Min. Lesezeit

Auf einen Blick

  • Der BitForge Nano ist der erste Dual-Chip-ASIC-Solo-Miner am Markt: zwei BM1370-Chips liefern ab Werk mindestens 2,4 TH/s bei rund 36-40 Watt.
  • Etwa 15 J/TH Effizienz, nur ca. 30 dB leise, Bedienung komplett über die ForgeOS-Weboberfläche - bewusst ohne Display.
  • Open Source bei Hardware und Firmware, entwickelt von der Bolt Engineering GmbH in Fellbach, CE-zertifiziert.
  • Preis: 249 Euro bei Solomining.de - mit Code SOLARTIPPS 5 % Rabatt. Unser Testurteil: 4,4 von 5.
Kompakte Bitcoin-Mining-Hardware im Test - BitForge Nano
Foto: Leeloo The First / Pexels

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Was ist der BitForge Nano?

Kleine Bitcoin-Miner wie der Bitaxe nutzen bisher einen einzelnen ASIC-Chip, große Multi-Chip-Geräte kosten deutlich mehr. Der BitForge Nano bricht dieses Muster: Er ist der erste Solo-Miner am Markt, der zwei BM1370-Chips kombiniert - denselben Chip, der auch im Antminer S21 Pro steckt. Das Ergebnis: ab Werk mindestens 2,4 TH/s, manche Quellen messen bis zu 2,6 TH/s - fast die doppelte Hashrate eines Bitaxe Gamma.

Entwickelt wurde der Miner von OSMU beziehungsweise der Bolt Engineering GmbH aus Fellbach - "Engineered in Germany" steht hier nicht nur auf dem Karton. Hardware und Firmware sind quelloffen auf GitHub verfügbar (WantClueTechnologies/BitForge-Nano), das Gerät ist CE-zertifiziert. Bisher gab es nur englischsprachige Tests - wir liefern den ersten deutschen.

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Technische Daten: BitForge Nano im Überblick

MerkmalBitForge Nano
ASIC-Chips2x BM1370 (Antminer S21 Pro)
Hashrate ab Werkmind. 2,4 TH/s (bis 2,6 TH/s gemessen)
Effizienzca. 15 J/TH
Leistungsaufnahmerund 36-40 W
Lautstärkeca. 30 dB, zwei Lüfter
SteuerungESP32-S3, ForgeOS-Weboberfläche, WLAN
Displaykeines (bewusster Verzicht)
Gehäuse3D-gedruckt, massiver Kühlkörper
LieferumfangMiner, Netzteil mit EU-Stecker, Anleitung
Preis (Stand 2026)249 Euro bei Solomining.de

Auffällig ist die Kühlung: Statt eines Standard-Kühlkörpers verbaut der Hersteller einen eigens entwickelten massiven Kühlkörper, dazu werden die Spannungsregler aktiv gekühlt. Das erklärt, warum zwei hitzige BM1370 bei nur etwa 30 dB im Zaum bleiben.

Einrichtung und Praxis: ForgeOS statt Display

Die Inbetriebnahme dauert nur wenige Minuten: Netzteil anschließen, per WLAN verbinden, Zugangsdaten und Bitcoin-Adresse in der ForgeOS-Weboberfläche eintragen - fertig. Ein Display gibt es nicht, und das ist bewusster Minimalismus: Hashrate, Temperatur und Best Difficulty laufen über den Browser. Wer den Live-Ticker eines Bitaxe-Displays auf dem Schreibtisch mag, wird das vermissen; wer den Miner im Regal verschwinden lässt, vermisst nichts.

Das 3D-gedruckte Gehäuse fügt sich unauffällig in den Wohnraum ein und erinnert eher an einen kleinen Lautsprecher als an Mining-Hardware. Mit rund 30 dB ist der BitForge Nano leise genug fürs Wohnzimmer - in ruhigen Nächten hört man die beiden Lüfter aber durchaus. Wichtig für Bastler: Übertaktung ist über ForgeOS möglich, wer jedoch den vorgesehenen Frequenz- und Spannungsbereich verlässt, verliert die Garantie.

Solo-Mining am BitForge Nano: Lotterie mit besseren Losen

Beim Solo-Mining versucht der Miner, selbst einen Bitcoin-Block zu finden - die volle Block-Belohnung oder nichts. Der Hersteller rechnet ehrlich vor: Bei 50.000 BitForge Nanos weltweit würde rechnerisch alle 57 Tage eines der Geräte einen Block finden (Stand Dezember 2025). Betrachten Sie den Kauf daher als Hobby und Lernprojekt, nicht als Geldanlage - dieser Test ist keine Anlageberatung, eventuelle Erträge können steuerpflichtig sein.

Alternativ läuft der BitForge Nano auch im Pool-Betrieb mit regelmäßigen Kleinstbeträgen - die Stromkosten deckt das mit Netzstrom aber nicht, ein ROI ist so realistisch nicht erreichbar. Der Reiz liegt im Solo-Modus: Doppelte Hashrate bedeutet doppelt so viele Lose pro Sekunde wie bei einem Bitaxe.

Vergleich: BitForge Nano vs. Bitaxe 602 vs. NerdQaxe++

ModellHashrateVerbrauchPreis (Stand 2026)Block-Chance
BitForge Nano2,4 TH/sca. 36-40 W249 Euroca. 2x
Bitaxe 602 Gamma1,3 TH/sca. 18 W179 Euro1x (Referenz)
NerdQaxe++5 TH/sca. 75 W499 Euroca. 4x

Die Positionierung ist klar: Der BitForge Nano besetzt den Sweet Spot zwischen Einstieg und Maximum. Für 70 Euro Aufpreis gegenüber dem Bitaxe verdoppeln Sie Ihre Block-Chance, bleiben aber weit unter Preis und Verbrauch des NerdQaxe++. Maximale Hashrate pro Euro bietet der NerdQaxe++, den sparsamsten Einstieg der Bitaxe.

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BitForge Nano mit PV-Strom: die Rechnung, die sonst keiner macht

Die englischen Tests ignorieren das Thema komplett, dabei ist es für Solar-Haushalte entscheidend: Rund 38 W Dauerlast ergeben etwa 0,9 kWh pro Tag. Mit Netzstrom zu 30 Cent sind das rund 100 Euro Stromkosten im Jahr. Läuft der Miner dagegen auf PV-Überschuss, entgehen Ihnen nur 7,9 Cent Einspeisevergütung je kWh - also etwa 26 Euro Opportunitätskosten pro Jahr. Schon ein Balkonkraftwerk deckt die 38 W tagsüber problemlos ab, wie unser Praxisartikel zum Mining am 800-Watt-Setup zeigt. Mit einem Stromspeicher läuft der Miner sogar nachts mit Sonnenstrom - mehr dazu im Guide Bitcoin-Mining mit Solarstrom.

Vor- und Nachteile

  • Pro: erster Dual-Chip-Solo-Miner, mind. 2,4 TH/s ab Werk
  • Pro: starke Effizienz von ca. 15 J/TH bei nur 36-40 W
  • Pro: leise (ca. 30 dB) dank massivem Kühlkörper und aktiver Spannungsregler-Kühlung
  • Pro: Open-Source-Hardware und -Firmware, CE-zertifiziert, entwickelt in Deutschland
  • Pro: Einrichtung in Minuten via ForgeOS, WLAN integriert
  • Contra: kein Display - für viele praktisch, für manche ein Minus
  • Contra: Firmware-Weiterentwicklung hängt an der Community
  • Contra: mit Netzstrom kein ROI, Solo-Mining bleibt Lotterie
  • Contra: Übertaktung außerhalb der Werksgrenzen kostet die Garantie

Für wen ist der BitForge Nano geeignet?

Der BitForge Nano passt zu Solo-Mining-Fans, denen der Bitaxe zu wenig Hashrate liefert und der NerdQaxe++ zu teuer oder zu stromhungrig ist. Ideal ist er für PV-Haushalte mit Überschussstrom, Open-Source-Enthusiasten und alle, die ein leises, wohnzimmertaugliches Gerät suchen. Nicht geeignet ist er für alle, die mit kalkulierbarer Rendite rechnen - das leistet kein Lotterie-Miner.

Fazit: Testurteil 4,4 von 5

Der BitForge Nano ist 2026 die spannendste Neuvorstellung im Heim-Mining: Das Dual-Chip-Konzept funktioniert, die Effizienz von rund 15 J/TH überzeugt, Verarbeitung und Kühlung liegen über dem Klassenstandard. Abzüge gibt es für das fehlende Display und die Abhängigkeit von der Community-Firmware. Unsere Kaufempfehlung: Wer ernsthaft an der Block-Lotterie teilnehmen will - idealerweise mit eigenem Solarstrom - bekommt das aktuell beste Verhältnis aus Hashrate, Lautstärke und Preis.

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Bitcoin Solo Miner im Vergleich

Häufige Fragen

Was unterscheidet den BitForge Nano vom Bitaxe?

Der BitForge Nano nutzt zwei BM1370-Chips statt einem und erreicht so mindestens 2,4 TH/s - fast die doppelte Hashrate eines Bitaxe Gamma. Dafür kostet er 249 statt 179 Euro und braucht 36-40 statt rund 18 W.

Warum hat der BitForge Nano kein Display?

Das ist eine bewusste Design-Entscheidung: Der Miner setzt auf Minimalismus und wird komplett über die ForgeOS-Weboberfläche im Browser gesteuert. Alle Statistiken laufen dort übersichtlich zusammen - direkt am Gerät sehen Sie nichts.

Wie laut ist der BitForge Nano wirklich?

Mit etwa 30 dB ist er trotz zweier Lüfter sehr leise - vergleichbar mit Flüstern. Massiver Kühlkörper und aktiv gekühlte Spannungsregler halten die Drehzahlen niedrig. Fürs Wohnzimmer unkritisch, im Schlafzimmer hörbar.

Läuft der BitForge Nano am Balkonkraftwerk?

Ja, problemlos: Die 36-40 W Dauerlast deckt ein 800-Watt-Balkonkraftwerk tagsüber locker ab. Statt rund 100 Euro Netzstromkosten pro Jahr fallen dann nur etwa 26 Euro entgangene Einspeisevergütung an.

Kann ich den BitForge Nano übertakten?

Ja, über ForgeOS lassen sich Frequenz und Spannung anpassen. Achtung: Wer den vom Hersteller vorgesehenen Bereich verlässt, verliert die Garantie. Innerhalb der Werksgrenzen sind je nach Kühlung bis zu 2,6 TH/s drin.

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