PV-Förderung 2026 in Deutschland: Übersicht je Bundesland
Inhaltsverzeichnis
Auf einen Blick
- PV-Förderung 2026 hat drei Ebenen: Bund (0 % Mehrwertsteuer, KfW 270, KfW 458, EEG-Einspeisevergütung), Bundesland (eigenes Landesprogramm oder nicht) und Kommune (Stadt-Zuschüsse). Der Bund gilt überall, das Landes-Plus nur in acht von sechzehn Ländern.
- Diese Übersicht je Bundesland listet alle 16 Länder mit aktuellem Programm-Status, Kernkonditionen und einem direkten Link zur jeweiligen Detailseite - Stand 15. Juli 2026.
- Acht Länder mit aktivem Landesprogramm 2026: Berlin, Hamburg, Sachsen, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, NRW, Saarland, Baden-Württemberg.
- Acht Länder ohne eigenes Programm: Bayern, Brandenburg, Bremen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen - hier zählen nur Bund und Kommune.
- Schnellste Prüfung für deine PLZ: Der Förder-Finder gleicht Bund, Land und Kommune für deine Anlagengröße ab.
Welche PV-Förderung gibt es 2026 in Deutschland - und wo findest du eine aktuelle Übersicht je Bundesland? Kurz gesagt: Auf Bundesebene profitierst du überall von 0 % Mehrwertsteuer, dem KfW-270-Kredit und der EEG-Einspeisevergütung. Zusätzlich zahlen acht Bundesländer ein eigenes Landesprogramm - die anderen acht nicht. Diese Seite ist deine Übersicht: Alle 16 Länder mit Status, Konditionen und Link zur Detailseite, monatlich aktualisiert.
Diese Seite ist der übergreifende Überblick. Für jedes Bundesland gibt es eine eigene, ausführliche Detailseite mit Antragswegen, kommunalen Töpfen und Rechenbeispielen - in der Tabelle unten jeweils direkt verlinkt. Wenn du nur wissen willst, ob dein Land überhaupt ein Programm hat, reicht ein Blick in die Statusspalte.
PV-Förderung 2026: die drei Ebenen kurz erklärt
Bevor du in die Länder-Tabelle springst, hilft das Grundgerüst. Jede PV-Förderung in Deutschland setzt sich aus bis zu drei Bausteinen zusammen, die sich in den meisten Fällen kombinieren lassen:
- Bund: Gilt in allen 16 Ländern, unabhängig vom Wohnort. Kern sind die dauerhafte 0-%-Mehrwertsteuer auf PV plus Speicher, der zinsgünstige KfW-270-Kredit, die KfW-458-Heizungsförderung (relevant, wenn du zusätzlich eine Wärmepumpe planst) und die EEG-Einspeisevergütung.
- Bundesland: Ein zusätzliches Landes-Plus - meist als Direktzuschuss (Berlin), Tilgungszuschuss oder zinsverbilligtes Darlehen (Hessen, Saarland, Baden-Württemberg). Nur acht Länder bieten 2026 ein aktives Programm.
- Kommune: Viele Großstädte legen eigene Töpfe auf, oft 100 bis 350 Euro je kWp oder ein prozentualer Zuschuss. Diese Ebene ist unabhängig davon, ob dein Bundesland fördert - selbst in einem Land ohne Landesprogramm kann deine Stadt zahlen.
Merke: Wer in einem Land ohne Landesprogramm wohnt, ist nicht chancenlos. Der Bundes-Stack ist überall gleich stark, und die kommunale Ebene fängt in vielen Städten einen Teil auf.
Übersicht: PV-Förderung je Bundesland 2026
Die folgende Tabelle zeigt für jedes der 16 Bundesländer das aktuelle Landesprogramm, die Kernkonditionen und eine ehrliche Statusangabe. "Kein aktives Landesprogramm" heißt: Auf Landesebene gibt es 2026 keinen Zuschuss oder kein vergünstigtes Darlehen - Bund und Kommune bleiben davon unberührt. In der letzten Spalte kommst du direkt zur ausführlichen Detailseite deines Bundeslands. Stand: 15. Juli 2026, Quelle ist unsere laufend gepflegte Förder-Datenbank.
| Bundesland | Landesprogramm / Status 2026 | Kernkonditionen | Detailseite |
|---|---|---|---|
| Baden-Württemberg | L-Bank "Wohnen mit Zukunft - Photovoltaik" | Zinsgünstiges Darlehen bis 100 % der Kosten (PV + Speicher), kein Direktzuschuss | BW-Detail |
| Bayern | Kein aktives Landesprogramm (Speicherprogramm 2022 ausgelaufen) | Nur Bund + Kommune (München, Nürnberg, Würzburg, Augsburg) | Bayern-Detail |
| Berlin | SolarPLUS S und L (kWp-Pauschale) | S: 500 bis 4.750 Euro (PV + Speicher); L bis 30.000 Euro; Speicher Pflicht | Berlin-Detail |
| Brandenburg | Kein aktives Landesprogramm | Nur Bund + Kommune | Brandenburg-Detail |
| Bremen | Kein aktives Landesprogramm | Nur Bund + Kommune (swb-Programme) | Bremen-Detail |
| Hamburg | IFB: Erneuerbare Wärme + Bio-Solar-Dach | Wärmepumpen-Zuschuss; Gründach-PV 40-60 % der baulichen Mehrkosten (bis Ende 2026) | Hamburg-Detail |
| Hessen | WIBank PV- und Speicher-Darlehen | 10.000 bis 50.000 Euro, 1,5 Prozentpunkte Zinsverbilligung, bis 90 % der Kosten | Hessen-Detail |
| Mecklenburg-Vorpommern | Solar für alle (Balkonkraftwerk) | Bis 500 Euro je steckerfertiger Anlage und Wohneinheit, v. a. für Mieter | MV-Detail |
| Niedersachsen | Kein aktives Landesprogramm | Nur Bund + Kommune (Hannover proKlima) | Niedersachsen-Detail |
| Nordrhein-Westfalen | progres.NRW Markteinführung | Mieterstrom-PV 800 Euro/kWp; private EFH-Speicherförderung 2022 beendet | NRW-Detail |
| Rheinland-Pfalz | Kein aktives Landesprogramm | Nur Bund + Kommune | RLP-Detail |
| Saarland | SIKB Modernisierung selbstgenutzter Wohnraum | Darlehen 1,0 % Festzins, bis 30 Jahre, bis 80 % der Kosten (max. 75.000 Euro) | Saarland-Detail |
| Sachsen | SAB-Balkonkraftwerk (Mieter) + SAB-Sachsenkredit | 300 Euro Balkonkraftwerk (Frist 30.06.2026 ausgelaufen); Sachsenkredit ab 35.000 Euro + Tilgungszuschuss | Sachsen-Detail |
| Sachsen-Anhalt | Kein aktives Landesprogramm | Nur Bund + Kommune | Sachsen-Anhalt-Detail |
| Schleswig-Holstein | Kein aktives Landesprogramm | Nur Bund + Kommune | SH-Detail |
| Thüringen | Kein aktives Landesprogramm (Solar Invest in Neuauflage geplant) | Nur Bund + Kommune; Fassaden-PV-Neuauflage angekündigt | Thüringen-Detail |
Acht von sechzehn Bundesländern haben 2026 also kein eigenes Landesprogramm für private PV. Wer dort wohnt, ist auf den Bundes-Stack und kommunale Zuschüsse angewiesen - was in vielen Fällen ausreicht, aber eben kein Landes-Plus liefert.
Die drei stärksten Landesprogramme 2026
Berlin: SolarPLUS S und L
Berlin hat sein Programm Anfang 2026 mit einer kWp-Pauschale modernisiert und bietet damit den breitesten echten Direktzuschuss aller Länder. SolarPLUS S für Eigenheime zahlt 500 Euro (ab 2 kWp) bis 4.750 Euro (ab 19 kWp). SolarPLUS L für Mehrfamilienhäuser, Gewerbe und öffentliche Bauten geht bis 30.000 Euro pro Vorhaben. Voraussetzung ist ein Speicher, dessen Größe aber nicht mehr die Förderhöhe bestimmt. Details im Erklär-Post SolarPLUS Berlin 2026.
Hamburg: IFB-Wärme und Bio-Solar-Dach
Hamburg fördert nicht die klassische Dach-PV, dafür zwei verwandte Säulen mit echten Zuschüssen: die IFB-Heizungsförderung für Wärmepumpen (auch in Kombination mit PV) und das Bio-Solar-Dach-Programm, das 40 bis 60 Prozent der baulichen Mehrkosten für die Kombination Gründach plus PV trägt (bis Ende 2026). Wer ohnehin ein Dach saniert, holt sich in Hamburg einen erheblichen Förderanteil.
Sachsen: SAB-Balkonkraftwerk und Sachsenkredit
Sachsen kombinierte einen 300-Euro-Balkonkraftwerk-Zuschuss für Mieter mit dem SAB-Sachsenkredit. Wichtig: Die Balkonkraftwerk-Frist lief am 30.06.2026 aus - dieser Programmteil ist geschlossen (Hintergrund: SAB-Frist 30.06.2026). Der Sachsenkredit Energie und Speicher bleibt: Förderdarlehen ab 35.000 Euro mit Tilgungszuschuss bis 20 Prozent (Speicher). Für klassische EFH-Anlagen ist die KfW 270 aber meist die bessere Wahl.
Der Bundes-Stack: gilt in allen 16 Ländern
Egal welches Bundesland: Diese vier Bausteine greifen überall und sind unabhängig vom Wohnort. Sie sind das Fundament jeder PV-Förderung 2026.
- 0 Prozent Mehrwertsteuer (§ 12 Abs. 3 UStG): Gilt unbefristet für PV-Anlagen plus Speicher auf Privatgebäuden - der stärkste Einzelhebel, weil er direkt den Kaufpreis senkt.
- KfW 270 (Erneuerbare Energien Standard): Zinsgünstiges Darlehen bis 100 Prozent der Investitionskosten. Alle Programme im KfW-Förderung-Überblick.
- KfW 458 (Heizungsförderung): Zuschuss bis 70 Prozent für Wärmepumpen - sinnvoll kombinierbar mit dem PV-Stack. Details unter KfW 458 Wärmepumpe 2026.
- EEG-Einspeisevergütung: Feste Vergütung für Überschusseinspeisung, 20 Jahre garantiert. Aktuelle Sätze und Antrag im Beitrag Einspeisevergütung 2026.
Welche Kombination für deine Anlage die höchste Förderquote ergibt, prüfst du am einfachsten im Förder-Finder mit deiner Postleitzahl und Anlagengröße - er gleicht Bund, Land und Kommune in einem Schritt ab.
Wann sich das Landesprogramm lohnt - und wann nicht
Es lohnt sich, wenn du in Berlin oder Hamburg wohnst: Hier gibt es echte Direktzuschüsse bzw. hohe prozentuale Förderungen, die den Bundes-Stack spürbar ergänzen. Auch in Hessen und im Saarland lohnt der Blick, wenn du ohnehin ein Darlehen brauchst - die Zinsverbilligung spart über die Laufzeit mehrere tausend Euro.
Es lohnt sich nicht (oder ist kaum relevant), wenn du in einem der acht Länder ohne Programm wohnst oder wenn dein Bundesland nur ein Marktzins-nahes Darlehen bietet, das keinen echten Vorteil gegenüber der KfW 270 hat. In diesen Fällen konzentrierst du dich auf den Bundes-Stack und die kommunale Ebene: Viele Großstädte zahlen 100 bis 350 Euro je kWp oben drauf.
So gehst du konkret vor
- Bundesland-Zeile prüfen: Hat dein Land ein aktives Programm? Wenn ja, öffne die verlinkte Detailseite für Antragsweg und Fristen.
- Kommune checken: Auch ohne Landesprogramm kann deine Stadt zahlen. Der Förder-Finder zeigt das für deine PLZ.
- Bundes-Stack sichern: 0 % MwSt läuft automatisch über den Fachbetrieb; KfW 270 vor Auftragsvergabe über die Hausbank beantragen.
- Reihenfolge beachten: Zuschüsse fast immer VOR Auftragsvergabe beantragen - die Bewilligung ist meist Voraussetzung.
Diese Übersicht aktualisieren wir bei jedem monatlichen Förder-Recheck gegen die offiziellen Quellen (KfW, BAFA, Landesförderbanken). Stand 15. Juli 2026 - der nächste Refresh erfolgt Mitte August 2026. Alles gebündelt findest du im Ratgeber Solar-Förderung 2026.
Häufige Fragen
Welche PV-Förderung gibt es 2026 bundesweit?
Bundesweit greifen vier Bausteine unabhängig vom Wohnort: 0 Prozent Mehrwertsteuer auf PV plus Speicher (§ 12 Abs. 3 UStG), der KfW-270-Kredit bis 100 Prozent der Investitionskosten, die KfW-458-Heizungsförderung für Wärmepumpen und die EEG-Einspeisevergütung über 20 Jahre. Zusätzlich zahlen acht Bundesländer ein eigenes Landesprogramm, und viele Kommunen legen eigene Zuschüsse auf.
Wo finde ich eine aktuelle Übersicht der PV-Förderung je Bundesland?
Genau hier: Die Tabelle oben listet alle 16 Bundesländer mit Programm-Status, Kernkonditionen und einem Link zur Detailseite, Stand 15. Juli 2026. Für die passende Kombination aus Bund, Land und Kommune für deine PLZ nutzt du den Förder-Finder. Wir aktualisieren die Übersicht monatlich.
Welche Bundesländer haben 2026 kein eigenes PV-Förderprogramm?
Acht Länder haben 2026 kein aktives Landesprogramm für private PV: Bayern, Brandenburg, Bremen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen. Dort zählen nur der Bundes-Stack und kommunale Zuschüsse. Thüringen plant eine Neuauflage von Solar Invest mit Fokus auf Fassaden-PV - sobald die Richtlinie in Kraft ist, aktualisieren wir die Tabelle.
Kann ich Bundes- und Landesförderung kombinieren?
In den meisten Fällen ja. Zwei Einschränkungen: Doppelförderungen für dieselbe Investition sind verboten (nicht zweimal 100 Prozent bezuschussen lassen), und einzelne Landesprogramme schließen bestimmte Bundes-Bausteine explizit aus - das steht in der jeweiligen Förderrichtlinie. Die Standardkombination KfW 270 plus Landesdarlehen plus 0 Prozent MwSt funktioniert bei allen hier gelisteten Programmen.
Wie oft aktualisiert ihr diese Übersicht?
Monatlich. Beim Förder-Recheck Mitte des Monats prüfen wir alle Landesprogramme gegen die offiziellen Quellen (KfW, BAFA, Landesförderbanken) und passen Status, Konditionen und Stand-Datum an. Bei neuen Programmen oder Stichtagen ergänzen wir die Tabelle sofort. Das letzte Update steht am Anfang und am Ende des Beitrags.
Mehr zum Thema findest du gebündelt im Ratgeber Solar-Förderung 2026.







