Wärmepumpe & PV
Wärmepumpe und Photovoltaik sind das stärkste Duo im Eigenheim: Die PV-Anlage liefert günstigen Strom vom Dach, die Wärmepumpe macht daraus Heizwärme und Warmwasser. Statt Solarstrom für wenige Cent einzuspeisen, ersetzt du damit teuren Netzstrom und Heizkosten gleichzeitig. Richtig geplant deckt die Kombi einen großen Teil deines Wärmebedarfs mit eigenem Strom - und macht dich unabhängiger von Gas-, Öl- und Strompreisen.
In diesem Ratgeber findest du alle Artikel rund um die Kombination aus Wärmepumpe und PV: von den Grundlagen über die richtige Dimensionierung bis zu Tarifen, Warmwasser-Lösungen und Finanzierung.
Worauf es bei der Kombi ankommt
Der wichtigste Hebel ist die Dimensionierung: Eine Wärmepumpe erhöht deinen Jahresstromverbrauch typischerweise um 3.000 bis 6.000 kWh. Deine PV-Anlage sollte deshalb eher größer geplant werden - wie viel Dachfläche sich lohnt, rechnest du mit dem PV-Ertragsrechner durch. Ein Stromspeicher hebt den Eigenverbrauchsanteil deutlich an, denn die Wärmepumpe läuft auch abends und im Winter, wenn das Dach wenig liefert. Die passende Speichergröße findest du mit dem Speicher-Rechner.
Zweiter Hebel ist der Stromtarif: Für Wärmepumpen gibt es eigene Tarife mit reduzierten Netzentgelten, teils mit HT/NT-Zeitfenstern. Ob sich ein separater Wärmepumpenstrom-Zähler gegenüber dem Haushaltstarif rechnet, hängt von deinem Verbrauchsprofil ab - unser Tarif-Vergleich rechnet es vor. Und wer Warmwasser günstig machen will, muss nicht immer die große Lösung wählen: Auch ein Heizstab für PV-Überschuss oder eine Brauchwasser-Wärmepumpe holen viel aus deinem Solarstrom heraus.
Förderung nicht verschenken
Für Wärmepumpen gibt es über die KfW bis zu 70 Prozent Zuschuss, dazu kommen Programme für PV und Speicher. Welche Töpfe du kombinieren kannst und in welcher Reihenfolge du beantragst, zeigt dir unser Ratgeber Solar-Förderung 2026 - inklusive Förder-Finder für deine Postleitzahl. Fertige Pakete aus Modulen, Wechselrichter und Speicher findest du in unseren PV-Komplettanlagen.
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Häufige Fragen
- Wie groß muss die PV-Anlage für eine Wärmepumpe sein?
- Als Faustregel planst du für die Wärmepumpe 2 bis 4 kWp zusätzlich zur normalen Hausanlage ein. Entscheidend sind Wärmebedarf, Jahresarbeitszahl und Dachfläche - mit dem PV-Ertragsrechner kannst du dein Dach konkret durchrechnen.
- Kann eine Wärmepumpe komplett mit Solarstrom laufen?
- Übers Jahr gerechnet kann die PV-Anlage einen großen Teil des Wärmepumpenstroms liefern, im Winter reicht die Sonne allein aber nicht. Realistisch sind je nach Anlagengröße und Speicher 30 bis 60 Prozent solarer Deckungsanteil.
- Lohnt sich ein eigener Wärmepumpen-Stromtarif?
- Oft ja: Wärmepumpentarife haben reduzierte Netzentgelte und sind meist einige Cent pro kWh günstiger. Dafür brauchst du einen separaten Zähler - ob sich das gegenüber dem Haushaltstarif rechnet, hängt vom Verbrauch ab.
- Welche Förderung gibt es für Wärmepumpe plus PV?
- Die Wärmepumpe wird über die KfW mit bis zu 70 Prozent bezuschusst, PV und Speicher laufen über eigene Programme von KfW, Ländern und Kommunen. Details und Kombinationsmöglichkeiten findest du in unserem Förderung-Ratgeber.